Bürokratie durch eG-Card

 

Für die niedergelassenen Ärzte bedeutet die E-Card zunächst vor allem Mühe und Aufwand: Man braucht Lesegeräte, muss sich Router, Firewall und Virensoftware besorgen.

Montag morgen. Die ersten Patienten kommen: „Wie war noch gleich die Nummer, die ich eingeben muss?“ Das Einlesen der Karten dauert nun nicht mehr zwei, sondern 1-2 Minuten, weil die Stammdaten online bei der Kasse abgeglichen werden. Die Menschenmenge staut sich, die Stimmung sinkt und es wird langsam ungemütlich am Tresen.

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Billig wird teuer

Wer wir sind und wer uns unterstützt

Die Kampagne "Billig wird teuer" ist eine Aktion der niedergelassenen Ärzte in Hamburg. Gemeinsam appelliert die Hamburger Selbstverwaltung der Ärzte und Psychotherapeuten, die sogenannte Vertreterversammlung der KVH, mit den Hamburger Berufsverbänden an Politik und Bürger.

In Folge der asymmetrischen Honorarverteilung fehlen Hamburg 50 Millionen Euro. Der bundesdurchschnittliche Anstieg der Honorare von 2007-2009 betrug pro Jahr 7,5 Prozent. Dies hätte für Hamburg ein MEHR von 39,9 Millionen Euro bedeutet. Der zugesagte Honoraranstieg von 2010 auf 2011 betrug im Schnitt 4 Prozent, was für Hamburg ca. 10 Millionen Euro zusätzliches Geld von den Kassen bedeutet hätte. Jedoch dieses Geld haben die Hamburger Niedergelassenen nie gesehen. Unterm Strich: Insgesamt fehlen 50 Millionen Euro in der ambulanten ärztlichen Versorgung der Hansestadt.

 

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Die psychosozialen Defizite der Großstadt

Die psychosozialen Defizite der Großstadt – Hausarztmedizin unverzichtbar

Einsamkeit durch fehlende familiäre Strukturen, Lärm, Licht, dichte Besiedelung, Bewegungsmangel und berufliche Belastungen sind nur einige der Stressoren, unter denen insbesondere die Bevölkerung von Ballungsräumen und Großstädten leidet.  Alarmierende Zahlen aus internationalen und nationalen Studien bestätigen, was der städtische Hausarzt in seiner täglichen Praxis schon seit langem erlebt: Die Zahl der Erkrankungen im Bereich des psychischen und  psychosomatischen Spektrums nimmt dramatisch zu und stellt eine wesentliche Ursache von Arbeitsausfällen und langfristigem Behandlungsbedarf mit Gefahr der Chronifizierung dar. Auffangen, Zuhören, Empathie und Mitdenken sind existentielle Bestandteile eines Sozialwesens. Wo diese zu kurz kommen, treten Störungen auf, die schnell Krankheitswert bekommen können. Dies betrifft nicht nur Erwachsen, sondern in zunehmendem Maße auch Kinder und Jugendliche. Das individuelle Leid und nicht zuletzt auch die immensen Kosten für das Sozialwesen können nicht einfach schulterzuckend hingenommen werden.

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Quereinstieg Allgemeinmedizin - der richtige Weg für Hamburg?

Derzeit wird viel über den sogenannten "Quereinstieg in die Allgemeinmedizin" gesprochen und geschrieben. Völlig unterschiedliche Ansätze zur "Umschulung" von Ärzten in Gebietsweiterbildung werden ventiliert und es wird teilweise sehr weit abgerückt von der jahrelangen klaren Linie, dass ein primäversorgender Hausarzt eine spezielle und klar defninierte eigenständige Facharztweiterbildung braucht, um seine Funktion als solcher wahrnehmen zu können.

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